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Küstenfauna | Leben zwischen Land und Meer

Die Küstenfauna Teneriffas lebt in einem ausgeprägten Übergangsraum zwischen Land und Meer. Salzsprühnebel, Wind, starke Sonneneinstrahlung, mechanische Belastung durch Brandung und periodische Überflutung wirken gleichzeitig. Die hier vorkommenden Tierarten sind an extreme Schwankungen angepasst und auf kleinräumige Rückzugsorte angewiesen.

Die Küste ist zudem ein Schnittpunkt verschiedener Systeme. Nährstoffe aus dem Meer, Einträge aus Barrancos, menschliche Nutzung und Schutzgebietsgrenzen beeinflussen Nahrungsketten, Brutplätze und Wanderbewegungen. Veränderungen wirken daher selten isoliert, sondern entlang ganzer Küstenabschnitte.

Lebensräume der Küstenfauna

Teneriffas Küsten bestehen überwiegend aus vulkanischem Fels, ergänzt durch Geröllzonen, Sandstrände und künstlich veränderte Ufer. Für die Tierwelt sind vor allem folgende Mikrohabitate relevant:

  • Brandungszonen an Fels und Lava: Lebensraum für robuste Wirbellose, die dauerhaftem Wellenschlag und Austrocknung standhalten.
  • Tidenpools: Temporär isolierte Wasserbecken mit stark schwankenden Umweltbedingungen, wichtig für Jungtiere und kleinräumige Nahrungsnetze.
  • Geröll- und Blockfelder: Spalten und Hohlräume dienen Reptilien, Insekten und Kleinvögeln als Rückzugs- und Jagdraum.
  • Sandige Küstenabschnitte: Empfindliche Lebensräume mit geringer Artenzahl, aber hoher Störanfälligkeit.

Wirbellose Tiere

Wirbellose Tiere bilden die Grundlage der Küstenökosysteme. Schnecken, Krebstiere, Muscheln und andere Organismen regulieren Algenaufwuchs, filtern Nährstoffe aus dem Wasser und verwerten organisches Material. Störungen durch Trittbelastung, Sammeln oder Verschmutzung wirken sich unmittelbar auf diese Gruppen aus.

Reptilien und Kleintiere

Reptilien nutzen den Küstenraum vor allem dort, wo Struktur vorhanden ist. Lavakanten, Geröll und Mauern speichern Wärme und bieten Verstecke. Geckos und Eidechsen sind stark vom Insektenangebot abhängig, das wiederum durch Vegetationsreste, Feuchtigkeit und künstliche Beleuchtung beeinflusst wird.

Küstenvögel

Küstenvögel nutzen Felsklippen, unzugängliche Abschnitte und ruhige Buchten als Brut- und Rastplätze. Ihre Nahrung stammt sowohl aus dem Meer als auch aus angrenzenden Landbereichen. Veränderungen der Wasserqualität, des Fischvorkommens oder der Küstennutzung wirken sich direkt auf Brut- und Rastverhalten aus.

Nutzung und Störung

Häfen, Promenaden, Straßen, Badestellen und nächtliche Beleuchtung verändern die Küstenräume dauerhaft. Typische Auswirkungen sind der Verlust störungsarmer Zonen, die Fragmentierung von Lebensräumen und Veränderungen im Tag-Nacht-Rhythmus vieler Tierarten.

Öffentliche Informationen

Öffentliche Karten und Datengrundlagen

Interne Seiten

  • Fauna Teneriffas
    Überblick über Tierwelt, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge.
  • Fauna der Wälder
    Tiergemeinschaften der Wald- und Übergangszonen.
  • Meeresfauna
    Tierwelt der Küstengewässer und des offenen Atlantiks.