Mastodon
PAUSE

Riftzonen auf Teneriffa - Bruchlinien der Insel

Die Riftzonen strukturieren den Vulkanismus Teneriffas entscheidend. Entlang dieser Bruch- und Dehnungszonen trat Magma wiederholt an die Oberfläche. Viele der jüngeren Lavafelder, Schlackenkegel und Spalteneruptionen lassen sich direkt auf diese Linien zurückführen.

Was Riftzonen sind

Riftzonen entstehen dort, wo sich die Erdkruste langsam dehnt und aufreißt. Magma nutzt diese Schwächezonen als Aufstiegsweg. Auf Teneriffa bilden Riftzonen langgestreckte Achsen mit zahlreichen Eruptionszentren, statt einzelner dominanter Vulkankegel.

Die drei Haupt-Riftzonen

Auf Teneriffa lassen sich drei Haupt-Riftzonen unterscheiden. Sie verlaufen annähernd sternförmig vom Zentralmassiv aus und prägen große Teile der Inselstruktur.

Nordwest-Riftzone

Die Nordwest-Riftzone zieht sich vom Teide-Gebiet in Richtung Teno-Gebirge. Entlang dieser Linie kam es zu mehreren historischen und prähistorischen Ausbrüchen, darunter der Vulkan Chinyero im Jahr 1909.

Nordost-Riftzone

Die Nordost-Riftzone verläuft in Richtung Anaga-Gebirge. Sie ist geologisch älter und stark erodiert, zeigt jedoch zahlreiche vulkanische Relikte, die den frühen Aufbau der Insel dokumentieren.

Südliche Riftzone

Die südliche Riftzone reicht in Richtung Südosten der Insel. Sie ist durch ausgedehnte Lavafelder und junge Schlackenkegel gekennzeichnet, die teilweise bis nahe an heutige Siedlungsräume heranreichen.

Spalteneruptionen und Lavaflüsse

Eruptionen entlang von Riftzonen verlaufen häufig als Spalteneruptionen. Lava tritt über längere Risssysteme aus und fließt hangabwärts. Solche Eruptionen können große Flächen bedecken, auch ohne explosionsartige Ausbrüche.

Bedeutung für Gefahreneinschätzung

Riftzonen gelten als die wahrscheinlichsten Orte zukünftiger Eruptionen. Daher konzentrieren sich Überwachung, Szenarien und Raumplanung besonders auf diese Bereiche. Historische Ausbrüche liefern wichtige Vergleichsdaten.

Öffentliche Überwachungs- und Gefahreninformationen:

Interne Seiten: